Lebenslanges lernen durch Lesen

COACH-KERN

Wer bin ich und was mache ich hier?

Ich bin eigentlich nur ein normaler Kerl, der viel liest und versucht, das Leben zu verstehen. Ich bin einer von vielen. Und ich habe angefangen, das, was ich denke, nicht mehr so ernst zu nehmen (Das solltest du übrigens auch. Auch bei meinen Beiträgen; außer du willst es natürlich.) – mir macht es mehr Spaß lebendig zu sein, als Recht zu haben.

Es geht mir hier nicht darum, Dinge zu verbreiten, die jeder nachvollziehen kann und nur unterhaltend sind (auch wenn es mich freut, wenn du dich unterhalten fühlst), sondern dich zu inspirieren, neue Sichtweisen zu zeigen und dir die Lektionen aus meinen Fehlern zu vermitteln. Gefällt es dir – schön, gefällt es dir nicht – auch gut.

Aber um auf die Frage zurück zu kommen, wer ich bin: Ich bin Chris, 34 Jahre alt und in Landau in der schönen Pfalz zu Hause. Hier bin ich auch zur Schule gegangen, ich habe in Mannheim, Darmstadt, Saarbrücken und anschließend noch in Landau studiert, habe ein Diplom in Maschinenbau und einen Bachelor in Lehramt.

Nichts von alledem hat mich wirklich tief erfüllt, aber es hat mir viele interessante Erfahrungen gebracht. Aktuell arbeite ich in einer Weinbar und gebe auf dieser Seite mein Wissen und meine Erfahrungen rund um die Themen Gesundheit für Körper und  Geist und persönliche Weiterentwicklung zum Besten. 

Warum mache ich das hier und worum geht es?

Wie schon gesagt, ich lese gerne, und viel, und ich habe angefangen, mir gewisse Fragen zu stellen:

Lebe ich das Leben, das ich will? Was will ich überhaupt und wie soll mein Leben aussehen? Und was genau gehört zu so einem Leben dazu? Sorge ich mich optimal um mich? Sind meine Handlungen in Einklang mit meinen Wünschen? Was begeistert mich überhaupt? … Ich glaube du kriegst einen Eindruck, wo die Reise hin geht.

Also genau um diese Fragen soll es hier gehen. Ich schreibe das hauptsächlich für mich, aber ich habe fest gestellt, dass sich viele Leute die selben oder ähnliche Fragen stellen; wir alle kämpfen mehr oder weniger mit den gleichen Dämonen – und wir liegen alle mehr oder weniger falsch mit unseren Ansichten. In keiner Weise habe ich die Absicht, dich zu belehren (auch wenn das Lehramtsstudium dies vermuten ließe). Ich glaube einfach, dass es viel mehr gibt, als das, was uns in der Schule oder im Studium oder von den Eltern oder sonst wo beigebracht wird, dass ich denke meine Texte und Erfahrungen können dich inspirieren und dir neue Sichtweisen auf die Dinge ermöglichen.

Was ist die Philosophie von Coach-Kern?

Gute Frage, und ich hoffe dir die Antwort in einer Geschichte klar machen zu können:

Die folgende Geschichte ist nicht von mir geschrieben, sondern stammt aus dem Buch »Die Kunst, anders zu leben: Erschaffe deine eigenen Regeln und führe das Leben, das du dir wünschst« von Chris Guillebeau. Die Message dahinter ist einfach aber tiefgreifend und herrlich anregend. Und sie hat einen starken Einfluss auf mich und mein Leben ausgeübt, deshalb soll sie als Inspiration und Wegweiser für meine kommenden Texte hier und als Grundlage für die Spielregeln meiner Arbeit dienen.

Viel Spaß!

Fünf Affen und eine eindeutige Alternative 

Kennen sie die Geschichte von den fünf Affen im Käfig? Sie geht folgendermaßen: Fünf Affen werden von einem sadistischen Affenhasser in einen Käfig gesteckt. Am Boden des Käfigs gibt es genügend Futter und Wasser, sodass sie nicht verhungern müssen. Aber sie führen ein langweiliges Leben, denn sie können nichts anderes tun, als durch die Glasscheibe nach draußen zu starren. Das Futter am Käfigboden ist schlecht, aber ausreichend. Im oberen Teil des Käfigs jedoch hängt ein verlockendes Büschel Bananen. Der Sadist hat den Affen sogar eine Leiter in den Käfig gestellt, sodass sie bequem hochklettern können.

Wer schaut hier wem zu?

Nachdem er sich vom Schock der Gefangennahme erholt hat, erklimmt einer der Affen die Leiter und streckt den Arm nach einer Banane aus. Da erscheint plötzlich wie aus dem Nichts heraus ein Feuerwehrschlauch. Der Affe auf der obersten Sprosse der Leiter wird mit kaltem Wasser bespritzt und völlig durchnässt, aber nicht nur er – auch alle anderen Affen bekommen eine Ladung davon ab. Für die Sünde eines einzigen freiheitsliebenden Tieres wird die ganze Gruppe bestraft. In den nächsten Tagen wiederholt sich diese Episode mehrfach. Ein Affe klettert nach oben zu den Bananen, die ganze Affengruppe wird nass gespritzt, und bald beginnen die Affen jeden ihrer Artgenossen zu verprügeln, der den Mut hat, auf die Leiter zu klettern. Die Bananen hängen immer noch da oben – ganz in der Nähe, aber trotzdem unerreichbar. Widerwillig finden die Tiere sich damit ab, ein bananenloses Leben führen zu müssen.

Eines Tages verändert der Sadist etwas an der Konstellation seines Experimentes: Er holt einen Affen aus dem Käfig und ersetzt ihn durch einen anderen. Da dieser neue Affe die Konsequenzen noch nicht kennt, beginnt er sofort die Leiter hochzuklettern, um sich eine Banane zu holen. Doch die anderen Affen ziehen ihn herunter, bevor er das obere Ende der Leiter erreicht hat, und alles ist wieder beim Alten.

Am nächsten Tag wird wieder ein Affe durch einen neuen ersetzt und dann noch einer. Und jedes Mal wiederholt sich das gleiche Spiel: Der neue Affe klettert nach oben zu den Bananen, wird von den anderen wieder heruntergezogen und findet sich mit der Situation ab. Nach fünf Tagen ist kein einziger Affe aus der ursprünglichen Gruppe mehr im Käfig, und kein Affe wurde mit nassem Wasser bespritzt; trotzdem wissen alle, dass sie nicht die Leiter hochklettern dürfen. Schließlich fragt einer der Affen: »Warum können wir die Bananen da oben eigentlich nicht fressen?« Und die anderen zucken mit den Schultern und sagen: »Das wissen wir auch nicht so genau – wir wissen nur, dass es eben einfach nicht geht.« 

Genau wie die Affen im Käfig, die die verlockenden Bananen über ihren Köpfen ignorieren, ergeht es uns auch: Wir folgen blind den Konventionen, ohne zu wissen warum, wir halten an alten Überzeugungen fest, weil wir sie unhinterfragt als wahr akzeptieren und gar nicht auf die Idee kommen, dass es auch anders geht.

Es geht auch gar nicht darum, mit aller Gewalt die Banane zu holen, koste es was es wolle; wenn die einzige Alternative zu dem langweiligen Leben am Boden ab und an einmal eine Banane ist, die sich erkämpft werden muss, sitzt du damit immer noch im Käfig fest. Wenn du in einem Käfig festsitzt, ist es höchste Zeit die Glasscheibe zu zertrümmern und herauszukriechen. Für ein selbstbestimmtes Leben musst du anfangen, selbstständig zu denken und Verantwortung für deine Handlungen zu übernehmen.

Habe ich eine spezielle Qualifikation um diese Seite betreiben zu können? Oder wie bin ich zu meinen Ansichten gekommen?

Ich habe mich zwar durch diverse Studiengänge gekämpft, einige sogar erfolgreich abgeschlossen, aber ich habe weder einen Abschluss in Psychologie noch bin ich ausgebildeter Ernährungsberater, Autor oder sonst irgendetwas – ich mache hier einfach, was mich schon mein Leben lang begeistert. 

Als die anderen in der Schulzeit Parties und das andere Geschlecht im Kopf hatten, war ich ein erfolgreicher Nachwuchs-Radrennfahrer und habe in ganz Deutschland und weiten Teilen Europas an Wettkämpfen teilgenommen. Wenn ich nicht in der Schule war, saß ich 25 Stunden die Woche auf dem Rad. In meiner Freizeit habe ich mich mit Quantenphysik, Philosophie und Psychologie beschäftigt. Ich war nicht der klassische “Außenseiter”, aber ich war schon immer etwas anders. 

Heute ist es so, dass wenn andere vorm TV sitzen, lese ich, wenn andere im Urlaub am Strand liegen, gehe ich auf Seminare, um mich weiter zu bilden. Für manche mag das verrückt klingen, für mich ist das meine Art meine Interessen auszuleben. Und aus diesen Interessen entstehen meine Texte hier. 

Mir geht es hier nicht darum, locker flockige “Fühl-dich-gut”-Parolen zu verbreiten, auch wenn sich das natürlich viel besser verkauft. Du findest hier keine klassischen “folge deinen Träumen”-, “denke positiv und alles wird gut”- oder ähnlich gearteten Ratschläge.

Was ich gelernt habe ist, dass das Leben verdammt hart sein kann, dass es Zeiten gibt, in denen nicht alles läuft und man verdammt nochmal alles hinschmeißen will. Zu einem glücklichen, zufriedenen Leben gehören die guten und schlechten Zeiten.

Es ist nicht wichtig, immer auf der Sonnenseite stehen zu wollen (was in meinen Augen 99% der Motivations-Gurus da draußen in verschiedenster Form verbreiten), sondern zu erkennen, dass nichts dauerhaft Bestand hat – das Glück genauso wenig wie die Tragödie. Es hängt vielmehr von deinem Umgang mit den Herausforderungen des Lebens ab, wie zufrieden du bist und wie erfüllend sich dein Leben anfühlt. Und genauso wie du deine Muskeln regelmäßig trainieren musst (dir also bewusst Schmerzen zufügen musst), um an körperlicher Stärke zu gewinnen, wirst du dich einer (gesunden) Menge an Leid aussetzen müssen, um deine seelische Widerstandsfähigkeit aufzubauen.

Und um den Text nicht noch länger werden zu lassen, wünsche ich dir viel Spaß auf meiner Seite und die eine oder andere Inspiration und Erkenntnis. Schön, dass du da bist.

Dein COACH-KERN