Geist,  Psyche

Die Grundlage jeder dauerhaften Veränderung!

Irgendwie ist das mit der dauerhaften Veränderung eine Sache für sich – sie will nicht immer so klappen wie wir es uns wüschen. Die Grundlage, damit es doch funktioniert, zeige ich dir hier!

– Warum du ohne Akzeptanz nicht weiter kommst –

Wir alle wollen aus einem bestimmten Grund heraus Veränderung – sei es weil wir eine Situation nicht akzeptieren können und unzufrieden sind mit ihr oder weil wir uns eine Verbesserung erhoffen durch das angestrebte Ziel. Und dagegen spricht auch absolut gar nichts – es gibt doch immer etwas zu verbessern, warum uns also nicht bewusst verändern wollen? 

Dies klappt jedoch nur dauerhaft, wenn du die eine Grundlage von Veränderung befolgst: du musst akzeptieren, wo du gerade stehst. 

Warum das so essenziell wichtig zu verstehen ist, und was passiert, wenn du es nicht tust, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen.

Was bedeutet Akzeptanz?

Um keine Verwirrung zu stiften zunächst einmal die Definition von Akzeptanz:

Akzeptanz ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, was verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen, mit jemand oder etwas einverstanden sein. 

Es beinhaltet somit zwei Komponenten:

  1. Akzeptanz beruht auf Freiwilligkeit, du kannst also nicht zur Akzeptanz gezwungen werden (warum es sinnvoll ist, Akzeptanz zu zeigen, weiter unten).
  2. Es beinhaltet einen aktiven Part, das heißt du akzeptierst etwas aktiv, anstatt es passiv zu dulden oder Toleranz zu zeigen. 

Also du tust es (aktiver Part), du entscheidest dich aktiv dazu, und das ganze auf freiwilliger Basis! 

Du übernimmst die Verantwortung für die Situation!!!

Das musst du verstehen bevor du weiter liest.

Ist Veränderung und Akzeptanz nicht ein Widerspruch in sich?

Es wird sich dir zunächst vielleicht die Frage aufdrängen, oder regelrecht unter den Nägeln brennen, ob Veränderung und Akzeptanz nicht ein Widerspruch in sich sind? Kann ich nicht etwas erst dann ändern, wenn ich es gerade nicht akzeptiere?

Und ich kann dich da sehr gut verstehen – ich dachte lange Zeit genauso. Dass dies aber nicht so ist, möchte ich dir gerne zeigen:

Das Gegenteil von Akzeptanz ist die Ablehnung oder Aversion, was aus dem Lateinischen stammt und soviel bedeutet wie Abwendung. 

Weg sehen ist keine Lösung - Akzeptanz ist die Lösung
Wenn ich weg schaue ist es nicht da – oder?

Ein äußerer Reiz, eine Situation oder Tatsache löst also Ablehnung bei dir aus und du wendest dich davon ab. Das heißt du wirst passiv, reagierst mit Unlust und versuchst den entsprechenden Reiz aus deinem Leben zu entfernen.

Oder schlimmer noch: du schaust nur noch passiv weg und machst die anderen dafür verantwortlich.

Oder einfach gesagt: dich nervt etwas, das lässt dich schlecht fühlen, das möchtest du nicht und somit muss der Auslöser entfernt werden. Nicht die Situation wird geändert, sondern der ungeliebte Reiz soll verschwinden.

Veränderung dagegen ist Umwandlung einer ungeliebten Situation in eine bevorzugtere – du änderst also aktiv etwas an der Situation.

Also wieder: dich nervt etwas, das lässt dich schlecht fühlen, das möchtest du nicht und deshalb änderst du etwas an der Situation.

Es ist also kein Widerspruch sondern zwei komplett verschiedene Reaktionen auf eine Situation.

Ablehnung zeigt immer die Angst, etwas bleibt so wie es ist; wir fühlen uns dem Zustand machtlos ausgeliefert und sehen nicht seine Vergänglichkeit. Akzeptanz dagegen basiert auf der Zuversicht, dass die Situation änderbar ist; wir spüren tief in uns ein Gefühl der Wärme, ausgelöst durch die zarte Gewissheit, dass alles irgendwann vergänglich ist!

Der Anfang von Veränderung

Am Anfang von Veränderung steht somit immer die aktive Akzeptanz der Situation. 

Du willst ja gerade eine bisherige Tatsache in deinem Leben in eine andere Richtung ändern, und nicht noch mehr von dem Alten erhalten. 

Ich möchte dir ein simples Beispiel geben, um es zu verdeutlichen:

Du kommst nach der Arbeit zuhause an und möchtest deine Wohnung betreten, die Tür ist aber geschlossen. Diese Situation passt nicht zu deinem Ziel, die Wohnung zu betreten, du möchtest also etwas daran ändern. Es ist also offensichtlich, dass du die Tatsache akzeptieren musst, dass deine Tür geschlossen ist und du danach deine Schlüssel heraus holen kannst um sie zu öffnen.

Soweit klar denke ich.

Was passiert jetzt aber, wenn du die Tatsche ablehnst? Du kannst z.B. fluchend davor stehen und dich trotzig wie ein Kind auf den Boden legen und die Tür anschreien, oder im Dreieck hüpfen oder einen Handstand machen; oder auch einfach wieder gehen, weil du es ja ablehnst, dass die Tür geschlossen ist, kann man eben nix machen. 

warum Akzeptanz immer der Anfang von Veränderung ist.
Das Leben ist manchmal so unfair – kannst du es trotzdem akzeptieren?

Verstehst du worauf ich hinaus will? Ich weiß das Beispiel ist nicht das Tiefschürfendste, aber es soll ganz plakativ verdeutlichen, warum Akzeptanz immer der Anfang von Veränderung ist.

Immer und ausnahmslos! 

Erst ab dem Zeitpunkt, ab dem du die vorliegende Tatsache akzeptierst, kannst du die gewünschte Veränderung einleiten!

Es ist wie es ist – das bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen.

Ablehnung blockiert jede Veränderung

Reagierst du dagegen mit Ablehnung, weil du so gar nicht mir der Situation einverstanden bist, blockierst du von vornherein jede mögliche Veränderung.

Wenn du vor einer ungeliebten Situation stehst, die du ablehnst, heißt das immer wieder gegen die Situation anzukämpfen. 

Du befindest dich in einem Teufelskreis aus Ablehnung und Kampf, was dich stetig in der Situation schlecht fühlen lässt, aber eben nichts an der Situation ändert.

Mit diesem Verhalten versorgst du aktiv die alte, ungeliebte Situation mit Energie, weil du ja ständig dagegen ankämpfst – deinen Fokus also darauf richtest, was du nicht haben willst. 

Und wie das Leben nunmal so ist, wird sich immer das in deinem Leben zeigen, auf was du deine Aufmerksamkeit richtest! 

Was hier bedeutet: mehr ungeliebte Situationen und mehr Kampf.

Du wirst nicht dadurch reich, dass du es ablehnst arm zu sein; du wirst nicht dadurch dünn, dass du es nicht akzeptierst dick zu sein; und du wirst dich einfach in nichts dauerhaft ändern, wenn du die Dinge nicht so akzeptierst, wie sie sind! 

Stelle dir das so vor:

Du bist in München, und aus welchem Grund auch immer passt dir das nicht und du möchtest nach Berlin fahren. Dazu nutzt du dein Navigationsgerät um auch sicher zu gehen, dass du nach Berlin kommst; als Ziel wirst du somit Berlin eingeben. 

Lehnst du jetzt jedoch die Tatsche ab, dass du in München bist (weil dir das ja so ausgesprochen wenig gefällt) und gibst statt dessen Hamburg als Startort ein, wird dich das nicht nach Berlin bringen. Das kann einfach nicht funktionieren.

Ohne einen aktuellen Standort kann kein Navigationssystem funktionieren

Erst wenn du akzeptierst, wo du stehst, kann die Reise beginnen! 

Der wahre Sinn von Veränderung 

Ich kann mir vorstellen, dass dich das vielleicht noch nicht überzeugt; bzw. du so sehr der Überzeugung bist, nur die Tatsache etwas nicht zu wollen motiviert mich dazu, überhaupt etwas zu verändern.

Deshalb möchte ich dir den wahren Sinn von Veränderung verdeutlichen:

Bei einer Veränderung geht es nie darum, etwas zu bekämpfen, etwas weg haben zu wollen (Ablehnung) – sondern Platz zu machen für etwas neues, etwas was erstrebenswerter erscheint, als der jetzige Zustand! Etwas, das das Alte überflüssig macht!

Du änderst damit die Spielregeln, du musst erst gar nichts mehr bekämpfen, weil es einfach überflüssig wird. Stattdessen kannst du durch Akzeptanz den Weg frei machen für eine dauerhafte Veränderung zu einem neuen Ziel. Und wer weiß, vielleicht fällt dir sogar auf, dass ohne Ablehnung die Veränderung gar nicht mehr so dringend ist. 

Die Dinge sind nicht immer so schlecht wie wir sie uns ausmalen
Ist wirklich alles so schlecht wie du es dir ausmalst?

»Die unaufgeregte Akzeptanz der eigenen Unvollkommenheit macht liebenswert und ist der Schlüssel zu wahrem Glück.«

Dr. med. Stefan von Kegler

Akzeptanz setzt Energie frei 

Mit der aktiven Akzeptanz einer Tatsache gegenüber änderst du natürlich noch nichts an der Sache an sich, das sollte dir hoffentlich klar sein. Darum geht es mir auch überhaupt nicht!

Alles was ich will, ist dir zu verdeutlichen, dass du dir damit eine Veränderung erst möglich machst und gleichzeitig deine Lebensqualität drastisch steigerst. Du änderst deine Grundeinstellung dem Leben gegenüber in eine positive Richtung!

Akzeptanz setzt Energie frei, und zwar genau die Menge, die du vorher verschwendet hast, um dagegen anzukämpfen.
Du bist voller Energie – nur nutzt du sie richtig?

Denn Akzeptanz setzt Energie frei, und zwar genau die Menge, die du vorher verschwendet hast, um gegen deine Situation anzukämpfen. 

Versuche also nicht mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, das verursacht bei dir Kopfschmerzen und bei der Wand höchst wahrscheinlich rein gar nichts; zumindest wird es verdammt lange dauern, bis die Wand nachgibt. 

Nutze statt dessen deine Energie und klettere drüber oder gehe dran vorbei, und du wirst es viel leichter haben die Veränderung durchzuhalten!

Akzeptanz bringt dich ins Hier und Jetzt

Du musst somit nicht mehr auf eine Zukunft hoffen, in der alles besser wird, irgendwann einmal.

Sondern du kannst deinen Fokus auf das Hier und Jetzt legen, denn nur genau hier ist eine Veränderung möglich.

Deine Ablehnung einer Tatsache gegenüber projiziert deinen Wunsch nach Veränderung in die Zukunft, wo alles besser wird, wenn nur die alte Tatsache nicht mehr auftritt. Und genau das hält deinen oben beschriebenen Teufelskreis am laufen; damit drehst du dich im Kreis und kannst nie einen gewünschten Zustand erreichen oder ihn auch nur erkennen. 

Akzeptanz bringt dich ins Hier und Jetzt
Genau das was jetzt ist kannst du verändern – nicht mehr und auch nicht weniger

Fange also damit an, deine Situation anzuerkennen – nicht gut zu heißen oder als unausweichlich und vom Schicksal bestimmt zu sehen, sondern als schlichte Ist-Situation, die sich jetzt einfach als Folge deiner früheren Entscheidungen und Gewohnheiten in deinem Leben zeigt. 

Damit setzt du den Startpunkt für deine angestrebte Veränderung, damit kannst du deine ungeliebten Gewohnheiten Stück für Stück in die gewünschte Richtung bringen und somit kannst du dann das angestrebte Ergebnis erreichen. 

Nicht mit Zwang und äußerem Druck sondern mit der Leichtigkeit und Zielstrebigkeit, die folgendes Zitat von Orlando Owen verdeutlicht:

»Ich akzeptiere mich wie ich bin und wo ich jetzt stehe – einschließlich meines Wunsches, mich weiter zu entwickeln!«

Akzeptanz macht dich authentisch und attraktiv

Abgesehen von der gewonnenen Energie macht dich das wahre Ausleben von Dir und das zu deinen Schwächen stehen verdammt authentisch und somit für andere wirklich attraktiv. Du zeigst Stärke und kannst dich selbst in den Arm nehmen 😉 

»Es ist verdammt schwer, einen Menschen zu nehmen, wie er ist, wenn er sich anders gibt, als er ist.«

Ernst Ferstl
Die Akzeptanz gegenüber dir selbst der größte Ausdruck von Selbst-Liebe und somit von wahrer Stärke!
Wir wollen doch nur geliebt werden – warum beginnen wir nicht einfach bei uns selbst?

Verliere dich nicht wie so viele andere in dem Rollenspiel, wo wir uns gegenseitig zeigen müssen, wie toll wir sind und was wir alles tolles erreichen können. Zeige dich echt und authentisch und lass somit einen Teil deiner Maske fallen. 

Die Akzeptanz gegenüber dir selbst ist der größte Ausdruck von Selbst-Liebe und somit von wahrer Stärke!

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir die Wichtigkeit der Akzeptanz als Grundlage jeder Veränderung verdeutlichen. Indem du akzeptierst wo du stehst, setzt du die notwendige Energie frei, die du brauchst, um dein angestrebtes Ziel zu erreichen. 

Du beendest deinen ewigen Kampf gegen Tatsachen und verschiebst deine Hoffnung von der Zukunft zurück in das Hier und Jetzt. Dadurch werden dir die notwendigen Schritte klar und deine Reise bekommt eine ganz andere Qualität; du kannst die Dinge sehen wie sie sind und eventuell sogar an der Reise gefallen finden, nicht nur am Ergebnis!

Gleichzeitig übernimmst du die volle Verantwortung für deine jetzige Situation. Und kannst dich genau so zeigen, wie du gerade bist – einschließlich deines Wunsches, dich weiter zu entwickeln.

Das Ganze ist natürlich wie immer ein Prozess und kein Ereignis – übe dich täglich darin und richte den Fokus auf die Dinge, für die dankbar sein kannst. 

Und wie immer beginnt jede Reise mit dem ersten Schritt 😉

Dabei wünsche ich dir viel Spaß

Dein Coach-Kern

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