Neues Jahr neue Ziele
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Vorsätze einhalten – mit diesem einen Trick

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und der Jahreswechsel wird oftmals zur Reflexion des abgelaufenen Jahres genutzt. Aber auch zur Planung für neue, bessere Vorsätze. Traditionell dient uns der Start ins neue Jahr, uns neue Ziele zu setzen, die oftmals mit viel Ehrgeiz angegangen werden, nur um dann nach einiger Zeit wieder im Sande zu verlaufen. Ich denke die meisten werden das kennen. Und im nächsten Jahr gehen wir dann die selben Vorsätze wieder von neuem an. Täglich grüßt das Murmeltier… Der Frust wächst, der Bauchumfang auch, nur das Konto leider nicht so, wie wir uns das vorstellen.

Ich habe das lange Zeit auch so praktiziert – und irgendwann festgestellt, dass das so nicht sein muss. Deshalb will ich dir hier einen Trick verraten, mit dem du diesem Dilemma entgehen und deine Vorsätze einhalten kannst.

Der Geist ist willig…

“Ab heute mache ich alles anders!” – eine Aussage, die ich öfter getroffen habe, als dann auch eingehalten. Dabei hatte ich viele Ideen, wie dieses “Alles” aussehen könnte. Ich wollte gesund sein, nie wieder Zucker essen, keinen Kaffee mehr trinken und hauptsächlich von Obst und Gemüse leben. Dabei noch täglich Sport machen, meditieren und meine Karriere voran treiben.

Wünsche für eine bessere Zukunft. Vorstellungen und Visionen hat jeder von uns
Jeder hat eine Vorstellung von einer besseren Zukunft

Alles noble Ziele, weil ich wusste, dass es mir damit besser gehen wird. Wahrscheinlich hast du deine ganz eigenen Ideen, was du gerne bei dir ändern würdest. Ich denke der Geist ist sehr kreativ, wenn es darum geht, uns Ideen zu liefern, was wir noch besser machen könnten. Wir sind also nicht per se schwach und ideenlos.

Leider übersehen wir dabei aber gerne, dass wir uns hoffnungslos überfordern.

… doch das Fleisch ist schwach!

Es hat ja seinen Grund, warum im Januar die Fitnessstudios überfüllt sind, und im März die Trainingsfläche leer ist. Unsere anfängliche Motivation ist dahin und wir schaffen es nicht mehr, neben all den anderen Verpflichtungen zusätzlich noch unser Sportprogramm durchzuziehen.

Und klar, das trifft nicht nur auf den Sport zu. Gesünder essen, weniger trinken und rauchen oder wieder mehr lesen statt nur vor dem Fernseher zu verblöden – die Liste lässt sich endlos erweitern.

Unser tägliches Verhalten ist aber nur zu einem kleinen Teil bewusst durch uns gelenkt. Den Großteil unseres Verhaltens verdanken wir unseren automatischen Handlungen, die tief im Gehirn verknüpft sind. Unser Verhalten reflektiert damit nur, wie wir bisher über uns selbst denken und fühlen – tief in uns drin.

Alte Wege bringen uns nur zu alten Zielen. Wir müssen neue Wege gehen
Es hilft nicht den Zug schneller zu fahren – wir müssen die Schienen neu verlegen

Und dieses Programm ist IMMER stärker als unser kleiner Wille, auch wenn wir es noch so sehr nicht akzeptieren können!

Es ist also nicht zwingend unsere Schuld, wenn wir an einem Ziel scheitern. Unsere erlernten Programme sind hauptsächlich daran schuld. Egal ob wir sie uns bewusst angeeignet haben (“nach einem harten Arbeitstag brauche ich mein Glas Wein”), oder unbewusst übernommen haben (“wenn es stressig wird erst einmal eine Marlboro – das beruhigt”).

Klingt zunächst nach einer guten Nachricht – bringt uns aber eben doch nicht weiter.

Das Problem mit den Zielen

Wir wollen dann mit aller Gewalt dagegen angehen und glauben, je größer das Ziel, desto mehr Motivation haben wir. Zunächst einmal stimmt das auch.

Die Vorstellung, dass wir ab jetzt täglich Sport machen, oder nie wieder etwas ungesundes essen, gibt uns einen gehörigen Tritt in den Arsch. Weil wir z.B. bei anderen sehen, wie gut es ihnen damit geht.

Gleichzeitig überfordern wir uns damit aber erheblich, weil unser Gehirn mit diesen absoluten Aussagen gar nichts anfangen kann. Das ist nicht realisierbar, die Kluft zwischen Ist-Zustand und Soll-Zustand ist zu groß. Wie soll dieses “Nie wieder” oder “Immer” eigentlich aussehen? Nie wieder Schokolade? Ein harter Gedanke…

Realität und Wunschvorstellung
Schon 4 Wochen trainiert und immer noch keine Muskelberge zu sehen

Aus der Überforderung wird dann schnell Stress und Kampf, und schon werden immer öfter Ausnahmen gefunden. Wir wollen ja schließlich auch noch leben und uns nicht täglich nur geißeln.

Plötzlich bist du kurz davor, deine Tasche zu nehmen und ins Fitnessstudio zu gehen. Doch dann stolperst du darüber, fällst auf die Couch, der Fernseher geht an und zufällig hast du eine Pizza bestellt.

Endlich kein Stress mehr, denkt sich dein Körper. Und du denkst, du bist zu schwach und “kannst das eben nie”. Damit programmierst du dich wieder aufs Scheitern, weil du dir selbst keinen Spielraum lässt.

Auch wenn dir das vielleicht bekannt vorkommt, muss das nicht so sein. Die gute Nachricht nämlich ist, dass wir dieses Programm ändern können. Und uns damit ganz automatisch auf Erfolg programmieren können.

Und das funktioniert mit einem einzigen kleinen Trick!

Lege deinen Fokus auf HEUTE

Du kannst jeden einzelnen Tag mit der Intention angehen, deinem Ziel HEUTE etwas näher zu kommen. Dazu musst du dich nur fragen, was du genau heute tun kannst, damit es dir gut geht!

Du willst dich gesünder ernähren? Dann starte deinen Tag genau heute mit einem grünen Smoothie! Deine körperliche Form war auch schonmal besser und du willst das ändern? Dann mache genau heute eine Stunde Sport, anstatt einer Stunde Serie zu schauen.

Präsenz Leben im Hier und Jetzt Be here now
Was kannst du heute tun, damit du morgen zufriedener bist?

Das ist genau das, was ich immer mit kleinen Schritten meine: Mache heute die Dinge etwas besser als gestern. In kleinen Schritten auf dein großes Ziel zu!

Ohne dich selbst zu verteufeln, wenn es mal nicht klappt. Dann mache das Wenigste, was an diesem Tag möglich ist. Wenn es mit dem einstündigen Workout nicht klappt, mache 50 Liegestütze. Oder wenn dein Arbeitstag zu stressig und zeitintensiv ist, fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und morgen ist dann auch wieder ein Tag, an dem du die Chance hast, es besser zu machen.

Auch wenn du das unstillbare Verlangen nach Pizza haben solltest, obwohl es nicht deinem Diät-Plan entspricht, gehe davor eine Stunde joggen und genieße deine Pizza dann. Vielleicht schaffst du es dann noch zu vergleichen, ob es dir nach dem Joggen oder der Pizza besser ging 😉

Die Vorteile der kleinen, täglichen Schritte

Ein einzelner Tag ist gut überschaubar und setzt dich nicht unter Druck. Du kannst dir jeden Tag gleich morgens eine Handlung vornehmen, die dich deinem großen Ziel näher bringt.

Deine Waage übertreibt es in letzter Zeit etwas mit dem Gewicht? Dann ist heute genau der richtige Tag, um mehr Obst und Gemüse zu essen. Die entsprechenden Handlungsschritte ergeben sich dann von ganz alleine! Kaufe dir frisches Obst und Gemüse und nimm es mit zur Arbeit.

Wir brauchen gar keine Raketenwissenschaft mehr daraus zu machen. Nur noch unser Bewusstsein auf die täglichen kleinen Handlungen zu richten, die uns gut tun. Ein paar Inspirationen, wie das genau aussehen kann, will ich dir ja hier auf dem Blog anbieten. Und dazu reicht auch das verkümmertste bisschen Willenskraft aus, das uns zur Verfügung steht. Jeder ist in der Lage, täglich einen kleinen Schritt in eine bessere Zukunft zu gehen!

kleine Schritte Berg Gipfel
Auch den höchsten Berg erklimmst du nur in kleinen Schritten

Wir können uns nicht zu neuen Gewohnheiten prügeln, egal wie nobel sie uns auch erscheinen. Aber wir können Tag für Tag unser altes Programm ein kleines bisschen mehr in die gewünschte Richtung umschreiben. Und wenn wir an einem Tag scheitern, dann stirbt damit nicht unser ganzes Vorhaben. Sondern morgen geht es genau da weiter, wo wir heute aufgehört haben!

Fazit

Eine komplette 180°-Änderung deines Verhaltens über Nacht, bloß weil du jetzt beim Datum eine neue Jahreszahl schreiben kannst, funktioniert nicht. Auch wenn dir das von kommerziell sehr erfolgreichen Menschen immer anders suggeriert wird, durch Willenskraft und große Ziele wirst du kein erfolgreicher Mensch.

Es sind viel mehr die kleinen, täglichen Handlungen, die dich Schritt für Schritt deinem Ziel näher bringen. Du bist also viel besser damit beraten, dir jeden Tag eine für dich mögliche Handlung vorzunehmen, die dir gut tut! Natürlich kannst du dabei mal an deine Schmerzgrenze gehen. Dein Weg zu mehr Gesundheit gleicht nicht einer Kreuzfahrt oder ist mit Gourmet-Menüs gepflastert.

Wenn du dich jedoch von vornherein mit deinem Vorhaben überforderst und von heute auf morgen täglich Sport machen willst oder zu 100% gesund ernähren willst, muss das in Kampf und Stress enden.

Fokussiere also lieber auf die täglich machbaren, kleinen Schritte. Ein einzelner Tag ist dabei absolut überschaubar. Deshalb trainieren Profis täglich. Und wenn du ein paar Inspirationen suchst, wie so ein gesundes Leben aussehen kann, hoffe ich dir hier einige neue Sichtweisen anbieten zu können.

Dein Coach-Kern

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