Allgemein,  persönliche Entwicklung

11 Gründe, warum uns Veränderung so schwer fällt

Ich war in meinem Leben oft unzufrieden mit mir – und wollte einiges zu einem Besseren ändern. Weil ich mich geschämt hatte, für mich und mein Verhalten. Manchmal wurde mir auch von außen gesagt, ich hätte mich zu ändern, weil es so nicht angemessen wäre. Oder ich mit solch einem Verhalten niemals etwas erreichen würde. Manchmal hat dies dann tatsächlich auch geklappt. Und ich konnte mich tatsächlich ändern. Noch viel öfter war es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder im alten Verhalten gefangen war.

Dieses Phänomen beobachte ich aber nicht nur bei mir. Und vielleicht ist es dir aus eigener Erfahrung bekannt. Wie oft nehmen wir uns etwas vor, und wie oft erreichen wir es? Dazwischen liegt oft eine deutliche Diskrepanz. Egal, wie motiviert wir starten, unterwegs geht uns öfter die Luft aus, als dass wir es schaffen.

Von dieser scheinbaren Tatsache hatte ich irgendwann dermaßen die Schnauze voll, dass ich tiefer nachgeschaut habe. Dabei habe ich 11 wichtige Gründe entdeckt, warum uns Entwicklung verdammt nochmal so schwer fällt.

Was ist überhaupt Veränderung?

Mit Veränderung meine ich hier nicht so oberflächige Dinge, wie mal schnell 5 Kilo abzunehmen, um ins neue Kleid zu passen. Oder uns zusammenzureißen, damit wir ein Projekt in der Arbeit bis zur Deadline fertig gestellt bekommen. Beides lässt sich mit etwas Willenskraft und genug Kaffee erreichen.

Es ist an der Zeit für neue Wege

Ich meine hier die tiefer gehenden Veränderungen als Mensch. Veränderungen an unserem Charakter, die von Dauer sind. Freundlicher sein, die Dinge positiver zu sehen, in bessere körperliche Form zu kommen, gesund und leistungsfähig zu sein, und zwar dauerhaft. Oder unser Leben insgesamt produktiver zu gestalten, dass wir fast automatisch die Dinge geregelt bekommen, die es zu regeln gilt.

Dazu müssen wir unser bestehendes Programm ändern – unsere Gewohnheiten – wie wir die Dinge täglich angehen. Ob bewusst, oder unbewusst. Es gilt quasi den Source-Code unserer Handlungen umzuschreiben, damit unsere Handlungen dann das gewünschte, neue Ergebnis liefern.

Hierbei gilt es zunächst zu verstehen, dass unsere Ergebnisse immer nur die Folge unserer Handlungen sind. Und diese wiederum sind das Ergebnis unserer täglich vorherrschenden Gedanken. Wenn wir uns also gesünder fühlen wollen, müssen wir uns gesünder verhalten. Und dazu müssen wir denken, wie jemand, der gesund ist. Jeden Tag, in vielen kleinen Aktionen. Dann können wir nach einiger Zeit die Früchte dieser kleinen Handlungen ernten und werden dann eben fit und energiegeladen unser Leben meistern.

Um diese Einstellung zu generieren, bedarf es etwas Zeit – und natürlich etwas Wissen. Dieser Prozess ist nämlich leider kein Selbstläufer, wie ich schon mehrmals schmerzhaft feststellen musste.

Es gibt einige Hindernisse in diesem Prozess! Und wenn wir diese kennen, fällt er uns nicht nur viel leichter; ein Erfolg ist eben auch deutlich wahrscheinlicher.

Was ist es also, das uns davon abhält, unsere Ziele zu erreichen?

#1 Veränderung macht Angst

Grundsätzlich bedeutet Veränderung, das Gewohnte hinter sich zu lassen. Ins Unbekannte zu schreiten. Und das macht definitionsgemäß erstmal Angst. Das Gewohnte ist bekannt, darin fühlen wir uns wohl. Nicht umsonst sprechen wir von der Komfortzone. Eine Veränderung dagegen ist Abenteuer, das wir zwar gerne mal zeitweise erleben, immer gerne jedoch mit der Gewissheit, zurückkehren zu können.

Die Brücken hinter sich einzureißen, während man in das Dunkel des Neuen tritt, bedeutet da natürlich Angst. Das ist die Natur der Dinge. Würden wir uns dieser Angst nie stellen, würden wir noch heute nach der Brust unserer Mutter trachten, weil wir es nie gewagt hätten, selbst Nahrung zu uns zu nehmen.

Ich glaube aber, dass uns diese Angst genau die Richtung anzeigt, in die wir gehen müssen. Wenn wir nie Angst haben, können wir sicher sein, dass wir uns nicht entwickeln.

Das Alte liegt hinter dir – das Neue ist noch entfernt

Denn Veränderung ist natürlich – und Stillstand der Tod. Mir hilft es dabei, mir immer wieder bewusst zu machen, dass Angst eben nichts anderes ist, als das Festhalten am Gewohnten – aus Bequemlichkeit unseres Geistes.

Der hat nämlich schlicht die Aufgabe, uns am Leben zu halten. Die Gefahr des Unbekannten – es könnte ja auch schief gehen – ist unser natürlicher Überlebensinstinkt. Der sicherlich hilfreich sein kann, wenn wir entgegen aller Vernunft handeln wollen. Er hilft uns aber sicherlich nicht dabei unsere Träume zu verwirklichen, und z.B. das Mädchen an der Bar anzusprechen; oder uns um unseren Traumjob zu bemühen. Oder ganz allgemein, unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu leben.

Angst ist unausweichlich. Es gilt eben, den entsprechenden Mut dazu aufzubringen.

#2 Veränderung braucht Mut

In unserem Leben sind wir einem steten Veränderungsprozess ausgesetzt. Dem können wir ängstlich ausweichen, und vor dem Fernseher andere dabei bewundern, wie sie mutig ihr Leben gestalten. Oder aber, wir können unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten.

Der Mut, den ich hier meine, hat nichts mit den dummen kleinen Mutproben zu tun, die wir als Pubertierende ausprobieren.

Es geht hier um Tapferkeit und Charakter, uns mit unseren Schwächen anzufreunden und trotzdem zielstrebig in die Zukunft zu gehen. Wir leben hier in Deutschland in einer Zeit, in der wir wenig äußere Widrigkeiten zu durchleben haben. Der Großteil unserer Widerstände ist nur in uns drin.

DU bist der Held in deinem Leben

Wir dürfen uns unserer ganz eigenen Heldenreise widmen – haben die Chance unsere Persönlichkeit zu entwickeln. Was aber nicht weniger Verantwortung bedeutet.

Im Gegenteil: Du bist dein eigener Held, du schreibst dein eigenes Drehbuch. In diesem Prozess wirst du mit sämtlichen Dämonen aus deiner Vergangenheit konfrontiert – je mehr du dich ihnen stellen kannst, desto weiter wird deine Entwicklung gehen.

Verwechsle bitte Mut nicht mit jugendlichem Draufgängertum. Es ist das zielstrebige Handeln eines erwachsenen Geistes, deinen eigenen Werten und Vorstellungen entsprechend. Es kann z.B. viel mutiger sein, zu den äußeren Konventionen Nein zu sagen – aus Überzeugung – als sie der Coolness wegen einfach zu akzeptieren.

#3 Veränderung bedeutet, öfter Nein zu sagen

Sagst du immer Nein, wenn du Nein denkst? Zu anderen, wie auch zu dir selbst? Handelst du in Übereinstimmung mit deinen Werten?

Seine Ernährung gesünder zu gestalten, erfordert automatisch, sich gewisse Dinge nicht mehr dauernd zu erlauben. Du gibst quasi die sofortige Belohnung einer Leckerei für das langfristig viel bessere Gefühl von Gesundheit auf.

Was ist dir wichtiger?

Nein zu sagen, bedeutet erwachsen zu handeln. Sein Leben nach seinen eigenen Überzeugungen zu gestalten, einer Vision zu folgen. Hast du diese Vorstellung von dir noch nicht, ist jeder Veränderungswunsch zum Scheitern verurteilt. Doch ich setzte jetzt einfach einmal voraus, dass genau diese Vision die Triebkraft deines Wunsches nach Veränderung ist.

Es ist also an der Zeit, erwachsen zu werden, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Und Nein zu sagen, wenn es angebracht ist.

#4 Veränderung heißt, Fehler zu machen

Hast du jemals etwas Neues gelernt, ohne dabei auch nur einen einzigen Fehler zu machen?

Die Aufgabe hier ist es nicht, fehlerfrei durchs Leben zu gehen; das ist unmöglich. Es geht um die Frage, wie gut du dir deine Fehler verzeihen kannst? Sie als notwendig auf deinem Weg anerkennen kannst?

Ich hatte (und habe leider oft immer noch) große Angst vor Fehlern. Wenn ich denke, ich sollte es schon besser wissen und können. Scheinbar aber eben doch nicht. Sonst würde ich nicht immer noch jeden Tag haufenweise Fehler machen. Was heute richtig ist, kann sich morgen schon wieder als total verkehrt herausstellen. That’s life.

Shit happens – aufstehen, weitermachen

Fehler vermeiden zu wollen, heißt nicht mehr zu leben. Aus den eigenen Fehlern zu lernen, heißt sich zu entwickeln. Die notwendige Akzeptanz dazu ist eine Aufgabe für sich.

Für jetzt nur soviel: Fehler gehören zu jeder dauerhaften, tiefgreifenden Entwicklung dazu.

Je besser du diesen Fakt akzeptieren kannst, desto einfacher wird dir Veränderung fallen. Sei geduldig mit dir, und stecke nicht nach jedem kleinen Fehler den Kopf in den Sand.

#5 Veränderung ist ein lebenslanger Prozess

Mal eben schnell sein Leben auf den Kopf stellen in ein paar Wochen oder Tagen – wer möchte das nicht. Was in schnöden Hollywood-Streifen so schön klappt, ist nichts mehr als eine Utopie.

Alles, was wir jetzt erleben, ist die Folge unserer früheren Taten. Und diese Ergebnisse lassen sich nicht über Nacht verändern. Wir können aber jetzt das kleine Pflänzchen setzen, das sich dann mit der Zeit einmal zu einer ausgewachsenen Pflanze entwickeln kann.

So wie wir auf einer Treppe nur nach oben kommen, indem wir jede Stufe nehmen, können wir uns nur dauerhaft entwickeln, wenn wir einen Schritt nach dem anderen gehen. Manchmal haben wir die Möglichkeit, zwei Stufen auf einmal zu nehmen. Oder auch mal in Sprint 1-2 Etagen zu gehen. Je nach eigenem Gusto ist das alles in Ordnung.

Mach dich auf denWeg – am besten noch heute – aber glaube nicht, morgen schon anzukommen

Das Leben ist aber nunmal kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Es hilft dir nichts, wenn dir nach einem Zwischensprint die Luft ausgeht, und du deshalb stagnierst.

Oder um es in abgedroschenen Phrasen auszudrücken: Wir sähen was wir ernten und gut Ding braucht Weile 😉

Hierbei ist es sicherlich oftmals bequemer, aufzugeben, den Versuchungen nachzugeben. Tue das nicht – sondern folge deiner Vision. Lasse dich nicht darauf ein, Mittelmaß als Maßstab zu akzeptieren.

Um die Dinge mal in Perspektive zu setzen:
Entwöhnung von Zucker- und verarbeiteten Produkten hat mich 1 Jahr lang gefordert. Für die Heilung meiner Depression habe ich insgesamt 7 Jahre gebraucht – und ich arbeite immer noch fast täglich an meinen Themen. Und seit mittlerweile einem halben Jahr arbeite ich an meiner Umstellung auf eine roh-vegane Ernährung.

Es erfordert Einsatz von dir, immer und immer wieder aufs Neue. Aufgeben ist leicht, aber erinnerst du dich am Ende deines Lebens an die Momente, in denen du aufgegeben hast? Oder willst du deinen Enkeln und Urenkeln erzählen können, wie du es trotzdem geschafft hast?

#6 Veränderung braucht Ehrlichkeit

Ich war bisher immer nur erfolgreich, wenn ich bodenlos ehrlich zu mir selbst war. Traue ich mir die Sache zu, oder habe ich doch Angst davor und weiche ihr deshalb aus? Bin ich heute wirklich zu müde fürs Training, oder nur zu faul? Ist es wirklich kein Problem für mich, ab und zu mal die Marzipan-Croissants zu inhalieren, als gäbe es keinen Morgen mehr; oder wird sich das doch eines Tages rächen?

“Aber so schlimm ist das eine Mal doch nicht!” Oder: “Aber so bin ich doch eigentlich gar nicht!” sind zwei typische Ausreden für Menschen, die nicht ehrlich zu sich selbst sein können.

Kannst du dir wirklich eingestehen, wie du gerade bist?

Es gibt tausend und eine kleine Situation am Tag, in denen du den richtigen Weg verlassen kannst, dich der Versuchung ergeben. Fast unsere ganze Ökonomie ist darauf ausgelegt, deinen wunden Punkt zu finden und auszunutzen.

Das weißt du aber, das weiß dein Körper – und er zeigt es dir, indem er dir ein schlechtes Gewissen vermittelt. Ehrlich gegenüber dir selbst zu sein, heißt zu erkennen, wann etwas gut für dich ist. Und wann dir etwas schadet. Vertraue dabei deinem inneren Leitsystem, deinen Gefühlen. Wenn du ganz genau hin fühlst, merkst du genau, ob du etwas jetzt genau so tun solltest.

Das reuige Gefühl nach einer Tafel Schokolade auf der Couch ist den “Genuss” nie wert. (Wobei wir hier früh hinein getrickst werden und den süßen, fettigen Geschmack in der Kindheit antrainiert bekommen.) Das gute Gefühl nach einer Einheit Sport und einem Obstsalat dagegen beflügelt dich, so klischeehaft wie es klingen mag 😉

Also wie ehrlich kannst du zu dir selbst sein, egal wie weh es auch tut in dem Augenblick? Die Wahrheit tut eben manchmal weh… Nur wenn du dich dem Schmerz stellst kannst du einen Schritt weiter kommen.

#7 Veränderung tut weh

Und zwar mental und natürlich auch körperlich. Von Entzugserscheinungen über Entgiftungsreaktionen bis zum ganz normalen Muskelkater nach dem Training. Wenn wir unser Leben umkrempeln, dürfen wir noch einmal für unsere Fehler aus der Vergangenheit büßen. Das weiß jeder, der das Rauchen aufgegeben will; oder Süßigkeiten… Oder mit dem Laufen beginnen will und seine ersten Blasen am Fuß hat.

Der Körper wehrt sich erstmal gegenüber zu eifrigen Ideen der Veränderung. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Hier liegt auch schon die Lösung des Problems: mit deinem Geist, deinem freien Willen kannst du dich trotz der Schmerzen für den guten, den richtigen Weg entscheiden. Du hast die Wahl, dran zu bleiben.

Nach einer Umstellungszeit wird sich dein Körper genauso an das Gute gewöhnt haben, wie er sich davor an das Schlechte gewöhnt hatte. Es ist wie beim Rauchen: erst tut die erste Zigarette weh, du hustet dir die Lunge aus dem Laib. Und irgendwann ist eine Schachtel am Tag kein Problem, und das Aufhören tut wieder weh.

Wie gesagt, du hast es in der Hand, mit deinem freien Willen immer wieder deiner größeren Vision zu folgen!

#8 Veränderung erfordert Willen

Was uns zur Krone der Schöpfung werden lässt, ist unter anderem unser freier Wille. Wir sind nicht unseren Instinkten und Reflexen ausgeliefert, sondern können uns frei entscheiden, was wir tun, und was wir lassen wollen. Genau diesen Willen müssen wir nutzen, wenn wir unseren Zielen näher kommen wollen.

Es geht also nicht um Motivationstechniken oder äußeren Antrieb. Wir brauchen uns nicht in das Fitnessstudio zu pushen oder uns ein Visionboard anlegen, mit lauter tollem Spielzeug, das wir anstreben.

Wir brauchen die grundlegende Bereitschaft, die notwendigen Dinge zu tun, die eben zu tun sind für unser Ziel. Haben wir nicht den fundamentalen Willen, auch mal Entbehrungen zu akzeptieren, ist das Scheitern vorprogrammiert. Hier ist das Wie noch weit weg – du darfst auch absolut keine Ahnung haben, es sogar noch total verkacken. Das ist vollkommen ok. Nur solange du denkst, du hättest es gern anders, aber dich innerlich immer noch gleich verhalten willst wie früher, geht es in die Hose.

Es geht also um die Offenheit, neue Wege zu gehen und das Alte – was uns eben nicht ans Ziel gebracht hat – hinter uns zu lassen.

Wie bereit bist du für deine Aufgaben?

Seinen Willen auf das neue Ziel auszurichten, heißt, sich einer Sache zu verschreiben und die ganzen Ablenkungen links liegen zu lassen. Genau das wird uns ja immer von erfolgreichen Menschen erzählt, wenn sie nach ihrem Erfolgsgeheimnis gefragt werden. In den Momenten, wo es drauf ankommt, da zu sein. Ihr Bestes zu geben! Den Willen zu haben, in den schwachen Momenten das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist in meinen Augen Charakter!

Techniken zur Umsetzung gibt es dann viele. Aber ohne diesen grundlegenden Willen hilft dir keine Technik der Welt etwas.

#9 Veränderung braucht einen Grund

Um den eben angesprochenen Willen zu entwickeln, brauchen wir einen wahren Herzenswunsch. Einen wirklichen Grund. Wir müssen an den Punkt kommen, wo wir sagen: So geht es nicht mehr. Auch wenn wir nicht wissen, wie es werden wird. Klar ist hier, dass eine Veränderung unausweichlich ist!

Nur mal schnell abnehmen wollen, weil wir vom Partner wegen unseren kleinen Speckröllchen gemobbt werden, die wir neuerdings zur Schau stellen, reicht da nicht. Wir müssen etwas tiefer gehen. Aber auch der Wunsch, erfolgreich sein zu wollen, weil wir uns dann Anerkennung von unseren Mitmenschen erhoffen, bringt uns geradewegs in eine Sackgasse.

Nur DU weißt, was richtig für dich ist

Ein echter Grund kommt aus Selbst-Liebe. Das heißt, wir erkennen, dass wir uns in manchen Dingen unter Wert verkaufen. Wir merken endlich, dass wir nicht die Traumfigur wegen anderen wollen, sondern weil es um unsere Gesundheit geht. Wenn wir an den Punkt kommen, an dem wir merken, dass wir aus Angst oder früheren Verletzungen nicht unser volles Potenzial ausschöpfen, dann kann daraus ein echter Herzenswunsch geboren werden.

Du hast eben das Recht dazu, dein bestes Ich zu werden in diesem Leben. Mit deinen ganz eigenen Talenten dich voll zu entwickeln. Ein Kind musst du nicht zum Spielen überreden; das tut es ganz automatisch. Und zwar so, wie es darauf Lust hat. Es folgt seinen innersten Wünschen. Oder seinen eigenen Fragen. Es lässt nicht locker, bis es das, was es will, auch bekommt. Versuche einmal einem Kind das Laufenlernen zu verbieten – es wird nicht klappen.

Das sind Herzenswünsche. Wir dürfen hier wieder mehr wie die Kinder werden 🙂

#10 Veränderung braucht einen Plan

Selbst wenn wir unserem Herzen folgen, und uns einem Ziel verschrieben haben, heißt das noch lange nicht, dass wir es auch erreichen.

Ein Ayrton Senna wusste früh, dass er Rennfahrer werden will. Doch wie er das erreicht, wusste er mit Sicherheit noch nicht. Es bedurfte einem Plan, der in Einklang mit dem Ziel war. Erst durch das Befolgen eines Handlungsplanes kann aus einem gedanklichen Wunsch auch Realität werden.

Es geht hier nicht darum, nur irgendetwas weg haben zu wollen. 5 Kilo abnehmen, oder die Depression weg haben wollen, klappt nicht. Wir brauchen Alternativen, eine genaue Idee von dem, was wir wollen. Und daraus leiten wir unseren Plan ab. Jedes Haus wird vor dem Errichten erst einmal geplant. Und daraus ergibt sich das Tun.

Ohne einen Plan sind wir wie ein Auto ohne Sprit

Wenn wir uns gut fühlen wollen, die traurigen und sinnlosen Tage einer Depression hinter uns bringen wollen, dann gilt es Dinge zu finden, die uns glücklich machen. Uns jeden Tag 10 Minuten Zeit nehmen, und aufschreiben, für was wir dankbar sind z.B. Oder uns in Akzeptanz zu üben, für das, was wir bisher eben sind. Wir verlieren nicht an Wert als Mensch, nur weil wir nicht so sind, wie andere.

Wir können jeden Tag eine Stunde unsere Traurigkeit ausleben. Und dann wieder in unseren Alltag zurück kehren. Egal wie wir uns fühlen, jeden Tag eine Stunde etwas für uns tun, das uns gut tut. Bewegung, ein heißes Bad, einem Freund sein Leid vorjammern, unsere Lieblingsmusik hören…

Jeder Weg ist hier individuell – aber es gibt eben einen. Zu jedem Ziel führt ein Pfad, auch wenn er noch so unkenntlich zu sein scheint. Stelle einen Plan auf – und marschiere los!

#11 Veränderung braucht Hilfe

Es gibt sie, diese Tage, an denen ist alles zu viel. Scheinbar ist es ausweglos, wir erreichen unser Ziel trotz größter Anstrengungen einfach nicht. Wir fühlen uns allein auf der Welt und als nutzlose Versager. Egal was wir auch tun, das Ziel scheint am Horizont vor uns weg zu laufen. Wenn wir einen Schritt schneller machen, geht es zwei Schritte schneller.

Ich behaupte diese Tage kennt jeder – nicht nur Ich. Selbst das Aufstehen kann dann schon zu einer Herausforderung werden.

Genau dann ist es an der Zeit, nach Hilfe zu fragen. Sich nicht zu stolz sein und zu denken, wer nach Hilfe fragt zeigt Schwäche, ist wahre Größe. Wenn du bis hier gekommen bist, deinen echten Herzenswunsch gefunden hast, für den du brennst, dann findest du auch jemanden, der dir helfen kann.

Mit ein wenig richtiger Hilfe, kann es dir viel leichter fallen, deine Ziele zu erreichen

Wenn dir vielleicht auch nicht deine nahen Freunde und Familie helfen können, so gibt es Mentoren, die dir helfen werden. Menschen, die den Weg vor dir schon gegangen sind. Jeder braucht seinen ganz persönlichen Meister Yoda, oder Mister Miyagi. Jede Fußballmannschaft hat einen Trainer – eben genau aus diesem Grund.

Vier Augen sehen mehr als zwei. Und der Verstand von zwei Menschen erkennt oftmals mehr, als der von einem 😉

Fazit

Der Wunsch nach Veränderung ist meiner Meinung nach in jedem von uns angelegt. Wir alle haben ein Thema, an dem wir gerne arbeiten würden und uns weiter entwickeln wollen. Wo unser Leben erfüllender und lebenswerter werden kann.

Es reicht aber leider nicht aus, nur diesen Wunsch zu haben. Wir müssen ihn auch Realität werden lassen. Mir scheint es jedoch – auch aus eigener Erfahrung – so zu sein, dass wir öfter damit Scheitern, als dass es uns letztendlich gelingt.

Und mit jedem Versuch, mit dem wir scheitern, wird ein weiterer Wunsch zu Grabe getragen. Fällt eine weitere ersehnte Zukunft unserem Aufgeben zum Opfer, bis wir irgendwann merken, dass es zu spät ist für unsere ganzen Träume.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber auch sagen, dass dies so nicht sein muss! Es gibt bestimmte Spielregeln, die, wenn wir sie kennen und befolgen, ein Erreichen unserer sehnlichsten Wünsche ermöglichen.

Mit diesen 11 Punkten hier möchte ich genau das erreichen: dir den Weg zu deinen Sehnsüchten und Herzenswünschen zu erleichtern.

Es gibt in diesem Leben so viele Möglichkeiten, etwas aus uns zu machen – besser gesagt etwas auf dieser Welt zu hinterlassen. Lasse dir das nicht durch ein paar vermeidbare Fehler versauen!

Viel Erfolg auf deinem Weg.

Dein Coach-Kern

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